LUANDA: Unter Teils chaotischen Bedingungen haben die Angolaner nach 16 Jahren erstmals wieder ein Parlament gewählt.
Die Beobachter der Europäischen Union kritisierten vor allem eine miserable Organisation in der Hauptstadt Luanda, wo ein Fünftel der Wähler registriert sind. Die Chefin der EU-Delegation, Luisa Morgantini, sprach von einem "Desaster". Sie berichtete von fehlenden Wählerlisten, ratlosen Wahlhelfern und stundenlangen Verspätungen bei der Öffnung der Wahllokale. Aus anderen Landesteilen wurden bislang weniger Probleme gemeldet. Als klarer Favorit gilt die Regierungspartei MPLA von Staatspräsident José Eduardo dos Santos. Der größten Oppositionspartei UNITA werden nur geringe Chancen eingeräumt. --- Menschenrechtsgruppen hatten von massiven Repressionen berichtet und Zweifel an einer wirklich freien und fairen Abstimmung geäußert .
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